Château Figeac 1er grand cru classé B 2020
Château Figeac mit 100 Punkten Robert Parker, wahrlich ein himmlisches Wein-Spektakel.
Charakter
Die Assemblage verleiht diesem Figeac eine wunderbar expressive Frucht. Welch beeindruckende Fülle an Aromen! Das Neuholz ist perfekt eingebunden und nie aufdringlich. Der Wein zeigt sich ausgesprochen frisch und lebendig. Im Vergleich zu früheren Jahrgängen wirkt der 2020er deutlich eleganter und präziser – ein Stil, der ihm ausgezeichnet steht. Trotz seiner spürbaren Opulenz bleibt er klassisch in seiner Ausstrahlung. Verführerisch ist auch die feine Würze in Nase und Gaumen. Die Struktur zeigt sich kraftvoll und zugleich makellos balanciert. Ein harmonischer, nobler Figeac mit beeindruckender Länge und einem mineralischen, straffen Finale.
Geschichte
Château Figeac 2020 hat ein großes Reifepotenzial und wird über die nächsten 20–30 Jahre oder länger reifen und sich weiterentwickeln können. Durch die harmonische Struktur und die dichte Frucht wird er im Alter noch an Tiefe und Komplexität gewinnen.
Château Figeac
Der Name Figeac geht auf die Familie Figeacus aus dem 11. Jahrhundert zurück. Im 15. Jahrhundert war Château Figeac eines der 5 Nobelhäuser des Saint-Emilion. Im Laufe der Jahrhunderte prägten mehrere Besitzerfamilien die bewegte Geschichte des Weingutes.
Seit 1892 ist das Gut im Besitz der Familie Manoncourt. Thierry Manoncourt legte damals die Grundlagen für die einzigartige Rebbestockung eines Gutes im Saint-Émilion. Die 40 Hektaren großen Weinberge profitieren nämlich von einer geologischen Besonderheit: Sie liegen auf bis zu sieben Meter dicken Kiesablagerungen. Dieser vom übrigen Saint-Émilion gänzlich verschiedene Bodentyp war bestimmend für seine Rebsortenwahl mit 30 % Merlot, 35 % Cabernet Franc und 35% de Cabernet Sauvignon (normalerweise dominiert Merlot im Saint-Émilion).
Im Jahr 1955 wurde Château Figeac als Premier Grand Cru Classé B eingestuft.
Bis heute überdauern Geist und Werte von Thierry Manoncourt dank der umsichtigen Führung durch Madame Manoncourt und ihrer Töchter. Doch nicht nur Tradition sondern auch Innovation prägen die Weine und den Ruf dieses aussergewöhnlichen Gutes. So steht beispielsweise seit 2012 der bekannte französische Önologe Michel Rolland als Berater zur Seite.
St. Emilion AC
Schon zur Zeit der römischen Herrschaft wurde in der Gegend um die Stadt Saint-Émilion Wein angebaut. Selbst der Dichter Ausonius, nach dem auch das Château Ausone benannt ist, betätigte sich dort als Winzer. Die Stadt selbst in ihrer jetzigen Lage und Form wurde im 8. Jahrhundert von einem Eremiten gleichen Namens gegründet. Saint-Émilion war eine wichtige Etappe für Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Heute sind in der Region Saint-Émilion ca. 5.700 ha mit Reben bestockt, die auf ca. 1.000 Weinbauern verteilt sind. Als Besonderheit gibt es in Saint-Émilion sogar zwei kommunale Appellationen: Saint-Émilion und Saint-Émilion Grand Cru.
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