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Tiefenbrunner

Tiefenbrunner
Die Geschichte - Tiefenbrunner Castel Turmhof

Entiklar ist schon seit vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Dies belegen Funde von Stein-, Bronze- und Eisengegenständen im Bereich der Burgruine von Entiklar, die sich hinter dem heutigen Castel Turmhof erhebt.

Aus vielen Urkunden ist ersichtlich, dass der Weinbau für die wirtschaftli-che Entwicklung von Entiklar schon immer von Bedeutung war. Bereits seit rätischen und besonders römischen Zeiten wird in Entiklar Wein angebaut.

Das „Gut Linticlar“ findet erstmals 1225 n. Chr. urkundliche Erwähnung. Etwa 100 Jahre später bezieht das Domkapitel zu Trient auf Anordnung des Grafen von Tirol Wein von diesem Anwesen „Auf dem Püchel“, auch als „mansu a coste“ bezeichnet. 1537 wird dann zum ersten Mal der Name „Turnhof“ angeführt, später taucht auch noch die Bezeichnung „Thurner Hof“ auf. Mit der Anlegung des neuen Grundbuches 1848 wird schließlich der Name „Turmhof“ festgelegt.

Seit 1675 ist Castel Turmhof im Familienbesitz. Familie Aichner verwaltete das Gut über fünf Generationen bis 1847, als Josef Aichner den Ansitz seinem Neffen Karl Pardatscher vererbte. 1866 wiederum verkaufte dieser den Hof seinem Cousin Johann Tiefenthaler. Gemeinsam mit seiner Frau Anna hatte er 16 Kinder, jedoch überlebte keiner der männlichen Nachkommen. So übernahm Tochter Luise 1907 das elterliche Anwesen. Sie heiratete Johann Tiefenbrunner aus Margreid und übergab 1955 den Besitz ihrem ältesten Sohn Johann Tiefenbrunner, dem 1965 der Sohn Herbert folgte.

Mit dem Jahr 1848 begann die Tätigkeit als Handelskellerei. Trauben von den Bauern aus der Umgebung wurden zugekauft. Die Weine wurden schließlich in Holzfässern an Kunden im Tiroler Raum verkauft.

Im Jahre 1847, als in Wien die erste allgemeine land- und forstwirtschaftliche Ausstellung des österreichischen Kaiserreiches stattfand, hat sich Karl Pardatscher, der damalige Inhaber der Schlosskellerei Turmhof, mit acht Weinsorten an derselben beteiligt. Er erntete ein großes Lob der Verkostungskommission, besonders für den Weißwein „Weiß“ 1838er, der als „der Gewürzhafteste“ anerkannt wurde.

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